Mieten oder Kaufen? Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deine Situation an. Hier die Rechnung.
Die Rechnung im Vergleich
| Aspekt | Mieten | Kaufen |
|---|---|---|
| Monatliche Kosten | Miete (steigt jährlich) | Kreditrate (stabil) |
| Vermögensbildung | Keine | Ja (Wertsteigerung) |
| Flexibilität | Hoch | Gering |
| Reparaturen | Vermieter zahlt | Selbst zahlen |
| Steuervorteile | Werbungskosten | Sonder-AfA (neu) |
Wann Kaufen günstiger ist
Kaufe, wenn: Kaufpreis / Jahresmiete < 25. Beispiel: 250.000 € Kaufpreis / 12.000 € Jahresmiete = 20,8 → Kaufen ist günstiger.
Wann Mieten besser ist
Miete, wenn: Du in < 5 Jahren umziehst, hohe Mietpreisbremse, oder die Rate > 40 % deines Nettoeinkommens beträgt.
FAQ
Ist Kaufen immer besser als Mieten?
Nein, Kaufen ist nicht automatisch besser. In teuren Staedten wie Muenchen, Frankfurt oder Hamburg lohnt sich Mieten oft bis zum 40. Lebensjahr, weil der Kaufpreisfaktor (Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete) bei 30 bis 40 liegt — du muesstest 30 bis 40 Jahre mietfrei wohnen, um den Kaufpreis hereinzuholen. Wer dagegen in einer Stadt mit Faktor unter 15 kauft, spart langfristig Geld. Entscheidend sind nicht die Zahlen allein, sondern deine Lebensplanung, dein Beruf und deine Flexibilitaet.
Was ist die Mietspiegel-Regel?
Die Mietspiegel-Regel besagt: Wenn die monatliche Kreditrate für eine Immobilie niedriger ist als die vergleichbare Miete in derselben Lage, kaufst du langfristig guenstiger. Beispiel: Bei 800 Euro Miete und 750 Euro Kreditrate sparst du 50 Euro pro Monat — plus der Wertsteigerung und der Tilgung. Achtung: Vergleiche nicht nur die Rate, sondern auch Instandhaltung (1 bis 2 Prozent des Kaufpreises pro Jahr), Hausgeld und Sonderumlagen, die Mieter nicht zahlen.
Welche versteckten Kosten hat Kaufen?
Neben dem Kaufpreis kommen Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 Prozent je nach Bundesland), Notar- und Grundbuchkosten (1,5 bis 2 Prozent) und ggf. Maklerprovision (3,57 bis 6 Prozent) dazu — insgesamt schnell 10 bis 15 Prozent extra. Dauerhaft fallen Instandhaltungskosten (1 bis 2 Prozent des Kaufpreises pro Jahr), Hausgeld für Eigentuemer-gemeinschaften und Sonderumlagen an. Wer diese Kosten nicht einplant, geriet schnell in Finanzierungsnot — besonders wenn die Zinsen steigen oder unerwartete Reparaturen anstehen.