Blutplasma spenden ist in Deutschland eine der wenigen Möglichkeiten, mit dem eigenen Körper regelmäßig Geld zu verdienen — ganz legal und sogar lebensrettend. Plasmaspenden werden dringend benötigt, um Medikamente für Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder Immundefekten herzustellen. Als Dankeschön zahlt das Spendezentrum eine Aufwandsentschädigung. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie viel du verdienen kannst und was dich erwartet.
Wie viel Geld bekommst du pro Spende?
20–50 € pro Spende, je nach Zentrum
Die Aufwandsentschädigung liegt üblicherweise zwischen 20 und 50 € pro Plasmaspende. Private Zentren wie Haema, Octapharma Plasma oder CSL Plasma zahlen meist mehr als die Blutspendedienste der Krankenhäuser. Einige Zentren zahlen gestaffelt: Je mehr du im Monat spendest, desto höher der Betrag pro Spende.
Bis zu 60 Spenden pro Jahr möglich
Plasma kann deutlich häufiger gespendet werden als Vollblut. Empfohlen werden maximal 60 Spenden pro Jahr mit einem Mindestabstand von 2–3 Tagen. Wer zweimal pro Woche geht, kommt so auf 160–400 € pro Monat.
So läuft eine Plasmaspende ab
1. Anmeldung und Fragebogen
Beim ersten Besuch gibt es eine ausführliche Anamnese, einen Gesundheitsfragebogen und eine ärztliche Untersuchung. Danach ist der Ablauf standardisiert und dauert pro Termin etwa 60–90 Minuten.
2. Die Spende selbst (ca. 40 Minuten)
Eine Nadel wird in die Armbeuge gelegt. Das Blut wird entnommen, die Plasmaschicht wird in einer Zentrifuge abgetrennt und der Rest (rote Blutkörperchen) fließt zurück in deinen Körper. Du sitzt dabei und kannst lesen oder am Handy sein.
3. Ruhepause und Entschädigung
Nach der Spende gibt es eine kurze Ruhephase mit Snacks und Getränken. Danach bekommst du deine Aufwandsentschädigung — meist bar, auf Karte oder per Überweisung.
Voraussetzungen für die Plasmaspende
Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, mehr als 50 kg wiegen und gesund sein. Vor dem ersten Mal musst du dich beim Spendezentrum anmelden; je nach Einrichtung ist ein Wohnsitznachweis oder ein Ausweisdokument nötig. Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder nach Aufenthalten in Risikogebieten können zeitweise oder dauerhaft ausgeschlossen sein.
Nebenwirkungen und was du beachten solltest
Häufig: leichte Müdigkeit, Kreislaufprobleme
Einige Spender fühlen sich nach der Spende müde oder schwindelig. Dagegen hilft: vorher ausreichend essen und trinken, nach der Spende 1–2 Liter Wasser trinken und es den Rest des Tages ruhig angehen lassen.
Selten: Blutergüsse an der Einstichstelle
Ein blauer Fleck an der Armbeuge ist normal und harmlos. Kühlen in den ersten Stunden hilft. Schwere Komplikationen sind bei geprüften Zentren extrem selten.
Muss die Aufwandsentschädigung versteuert werden?
Die Aufwandsentschädigung für Blutplasmaspenden ist in Deutschland bis zu bestimmten Freigrenzen steuerfrei, wenn sie als Entschädigung für den Zeitaufwand gilt. Üblich ist, dass Spendezentren die Zahlungen als Aufwandsentschädigung deklarieren. Wenn du unsicher bist, frag dein Zentrum oder einen Steuerberater. Wer nebenbei weitere Einkünfte hat, findet Grundlagen dazu im Steuerratgeber für Selbstständige.
Blutplasma spenden ist eine der wenigen Nebentätigkeiten, die gleichzeitig Geld, Gutes tun und ein gutes Gefühl bringen. Plane 2 Termine pro Woche ein, und du kommst auf einen spürbaren Nebenverdienst. Weitere Ideen für nebenbei-Geld findest du im Ratgeber für Nebenverdienst.
FAQ
Wie viel Geld bekommt man beim Blutplasma spenden?
Üblicherweise 20–50 € pro Spende, abhängig vom Zentrum und der Spendehäufigkeit. Bei 2 Spenden pro Woche sind 160–400 € pro Monat realistisch.
Wie oft darf man Blutplasma spenden?
Maximal 60 Spenden pro Jahr mit mindestens 2–3 Tagen Abstand. Im Gegensatz zur Vollblutspende (alle 56 Tage) kann Plasma deutlich häufiger gespendet werden.
Ist Blutplasma spenden gefährlich?
Nein. Die Spende findet unter ärztlicher Aufsicht statt und die Geräte sind mehrfach geprüft. Häufigste Nebenwirkungen sind Müdigkeit und Blutergüsse — ernsthafte Komplikationen sind extrem selten.
Was sind die Voraussetzungen für Plasmaspenden?
Mindestens 18 Jahre, über 50 kg Körpergewicht und ein guter Gesundheitszustand. Vor der ersten Spende gibt es eine ärztliche Untersuchung und einen ausführlichen Fragebogen.